An diesem Samstag den 13.11.2021 ging es für das A-Team der Stingrays zu den Dartfüchsen in die Pestalozziklause.

Pünktlich um 17:00 Uhr kamen Gero und unser Captain Chris beim Driver an um die Fahrzeuge zu wechseln. Sicher ist sicher, in Linden sind die Straßen einem Sportkombi aus Ingolstadt wohl eher weniger zugeneigt als einem Familienschaukelpferd wie meinem Carens.

Nachdem der Driver dann auch abfahrbereit war ging es schnurstracks nach Linden. Nach einer ereignislosen Fahrt (das sollte sich noch ändern), kam man wohlbehalten an der Pestalozziklause an und betrat die Spielstätte. Hier passt der Name noch zum Inhalt. Die Klause ist wirklich noch eine Kneipe, wie man sich eine Kneipe vorstellt. Keine High-End Erlebnisgastronomie, kein High-Tech Schnickschnack einfach ein Gemütliches Eck um mit einem Bier und einer Zigarette Zeit mit netten Leuten zu verbringen.

Nach einer freundlichen Begrüßung durch den Wirt und das Heimteam nahmen wir unsere zugedachten Plätze ein und begannen auch schon uns Warm zu werfen. … Aber halt, fehlt da nicht noch jemand? … Klar drei sind einer zu wenig. Da Marcel vorbeugend seine Teilnahme am Spieltag kurzfristig absagen musste, wurde Bjarne aktiviert. Der war aber noch auswärts unterwegs, aber watt soll isch sajen, eben noch in Köln, und jetzt schon auf unserer Showbühne. Pünktlich vor Anwurf erschien dann auch Bjarne und wir waren komplett und konnten beginnen.

Bjarne an 1

Gero an 2

Chris an 3

Martin an 4

Im ersten Spiel bekam es Bjarne mit Udo zu tun und am Nachbarboard Gero gegen Mario.

Bjarne kam verhalten in sein Spiel, ließ aber kaum Raum für einen konzentriert spielenden Udo und holte so den ersten Punkt für uns. Bei Gero ging es nicht ganz so gut, zwar konnte er sich schnell in Führung bringen, aber Mario gab nicht auf und konnte sogar, obwohl Gero im vierten Leg auf 161 Rest stand nach 9 geworfenen Darts, dieses noch gewinnen und so den Decider erzwingen. Dieser ging dann aber schlussendlich doch verdient an Gero, so dass wir die ersten beiden Punkte auf unserer Seite verbuchen konnten.

Kurz vorm Start der nächsten beiden Einzel kam ein Gruß vom Wirt um die Ecke, in Form einer Runde kleiner Schnäpse, die auch sofort vernichtet wurden. Vielen Dank dafür.

Daraufhin spielten Chris gegen Wilke und Martin gegen Ali. Die beide unspektakulär an uns gingen.

4:0 Führung nach den Einzeln, das ließ sich gut an.

Im Doppelblock spielten Jetzt Bjarne und Martin gegen Udo und Uwe, sowie Gero und Christian gegen Wilke und Mario

Bjarne und Martin als neues Doppel fanden erstaunlich schnell eine gemeinsame Linie und spielten ihr Spiel sauber mit einem 3:0 ins Ziel, wobei unsere Gegner nur aufgrund einer schlechteren Checkout Quote zu null unterlagen. Es waren leider einige Darts auf der falschen Seite des Doppels gelandet.

Gero und Chris hatten hier mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen. Wilke und Mario stemmten sich gegen die Niederlage. Vor allem ein stark spielender Wilke machte ihnen das Spiel schwer, so musste auch hier wieder der Decider die Entscheidung bringen. Auch dieser ging an uns, so dass wir mit 6:0 in die Halbzeitpause gingen.

An dieser Stelle vielen Dank an unsere Gastgeber, die für uns eingesprungen sind und die Doppel geschrieben haben, da wir nur zu viert waren und sonst nacheinander hätten spielen müssen. Danke für den Sportsgeist.

Die nächsten Einzelpaarungen waren Gero gegen Udo und Chris gegen Mario.

Jetzt wurde das Tempo doch etwas angezogen und Chris gewann sein Spiel mit 3:0 und einem Highscore 180. Gero setzte noch einen drauf und checkte sein 3:0 sieg mit einem 104 er high finish über t8 Tops Tops … kann man so machen, wenn auch ungewöhnlich, sah es aber doch gut aus.

Martin durfte jetzt gegen Wilke ans Board und Bjarne gegen Mario. Während Bjarne sein spiel routiniert nach Hause holte, kämpfte Martin gegen einen stark aufspielenden Wilke der sich mit aller Gewalt gegen den Whitewash stemmte. Dies zeigte er auch deutlich mit einer 180 und einer souveränen Leistung im gesamten Spiel. So ging es hin und her, und erst im Decider konnte Martin das entscheidende Doppel zum 3:2 Endstand treffen.

Auch die letzten Doppel Gero und Chris gegen Udo und Uwe, Bjarne und Martin gegen Wilke und Wolfgang konnten wir uns sichern, auch wenn mit dem eingewechselten Wolfgang noch einmal an Spielstärke bei unseren Gegnern dazugewonnen wurde.

Das ergab einen Endstand von 12:0 für uns.

Jetzt aber mal zum nebensächlichen, vor dem letzten Doppelblock stellte der Fahrer fest, dass er gar nicht mehr fahren wollte und so wurde Chris zum Ausnahmefahrer benannt, da er nur Cola zu trinken schien. Auf diesen Umstand angesprochen versuchte er sich noch herauszureden er könne ja auch Cola O getrunken haben, was aber nur dazu führte, das uns nun endgültig das Zwerchfell zerriss und der ohnehin schon lustige Abend mit tollen Gegnern in einem Lachkrampf eskalierte. Eine kleine Entschuldigung an unsere Gastgeber, aber ab diesem Punkt reichte schon die kleinste Kleinigkeit um wieder in diesen Zustand zu verfallen, dies hatte nichts mit eurer Leistung oder eurem Team zu tun. Wir bedanken uns sehr herzlich bei euch für diesen kurzweiligen Abend unter Freunden und mehr als fairen Sportsmännern. Wir freuen uns schon jetzt euch bei uns wieder zu sehen.

Das abschließende Bierleg besiegelte nun endgültig die „Nicht Fahren“ Karte des Drivers und bildete den Abschluss des gelungenen Dartabends.

Doch noch waren wir nicht sicher zu Hause angekommen. Zum Glück fährt mein Carens ja wie auf Schienen. … zumindest wenn Chris fährt. „Der Regionalexpress Richtung Heimat hat ca. 15 Minuten Verspätung aufgrund eines Oberleitungsschadens“. So oder so ähnlich hätte sich die Meldung im Verkehrsfunk anhören können.

Man merke sich: Wenn man der Straßenbahn hinterher fährt, und sich plötzlich keine Verkehrsschilder mehr links wie rechts befinden und es unter den Reifen schon etwas ruppelt, könnte es sein, dass man den Status als Schienenersatzverkehr falsch verstanden hat. Da hilft es auch nichts, dass Ganze wieder durch eine Querung der Fußgängerampel zu revidieren. Dem Himmel sei Dank haben wir mehr verständige Autofahrer in Hannover als ich dachte, so dass wir dann doch noch sicher und gesund zu Hause ankamen. Danke an Chris für diese Abenteuerfahrt und die schon an Folter grenzenden Lachanfälle, ich habe immer noch Bauchschmerzen.